Der Kameradschaftsbund Bezau beging am Nationalfeiertag 2026 bei der Kriegergedächtniskapelle am Ölberg sein traditionelles Gefallenen- und Totengedenken. Der Feldgottesdienst wurde von Ehrenkurat Pfarrer Mag. Armin Fleisch zelebriert und von der Bürgermusik Bezau musikalisch mitgestaltet.
Neben VLKB-Vizepräsident/ÖSK-Landesgeschäftsführer Oberst Prof. Erwin Fitz nahmen Fahnenabordnungen der Kameradschaftsbünde Altach und Bizau, des Veteranenvereins Thalkirchdorf sowie der Bezauer Ortsvereine und zahlreiche Gemeindebürger:innen teil.
Im Mittelpunkt standen heuer die 43 Gefallenen des Ersten Weltkrieges aus Bezau, denen die Anwesenden mit je einem Grablicht im Innenhof der Kapellenanlage gedachten. Ebenso wurde der 92 Gefallenen, Vermissten und zivilen Opfer des Zweiten Weltkrieges sowie der verstorbenen Vereinskameraden erinnert.
KB-Obmann/VLKB-Präsident Oberst OAR Alwin Denz moderierte die Feier, verlas gemeinsam mit Kapellenbetreuer Alois Innauer die Namen der im Ersten Weltkrieg Gefallenen und legte gemeinsam mit Oberst Prof. Fitz ein Blumengebinde am Ehrenmal nieder.
In seiner Gedenkansprache erinnerte Oberst Denz angesichts der aktuell rund 400 weltweit bewaffneten Konflikte an das unermessliche Leid von Krieg, Terror und Gewalt, die bleibende Verpflichtung, aus der Geschichte zu lernen, und das dringende Erfordernis der Völkergemeinschaft, einen friedlichen Weg einzuschlagen. Die Kriegerdenkmale seien weit mehr als Erinnerungsstätten: Sie gäben den Opfern der Weltkriege Namen und Identität und mahnten die Lebenden und kommenden Generationen zu Frieden, Freiheit, Sicherheit, Menschlichkeit und Solidarität. Der Kameradschaftsbund trage gemeinsam mit der Marktgemeinde Bezau und dem Österreichischen Schwarzen Kreuz-Kriegsgräberfürsorge Verantwortung für eine würdevolle, lebendige Erinnerungs- und Gedenkkultur. Sein Dank galt schließlich allen, die sich für die Pflege der Gedenkstätte engagieren wie Kapellenbetreuer Alois Innauer und die Gartenpflegerinnen Maria Egender und Monika Denz.
Nach einem Rundgang durch die Kapellenanlage marschierten die Formationen zum Dorfplatz, wo die feierliche Verabschiedung der Geistlichkeit und der Abordnungen mit einem Ehrensalut der Traditionsschützenkompanie Bezau erfolgte.
Das Gedenken stand im Zeichen des Leitwortes: "Den Toten zum Gedenken - den Lebenden zur Erinnerung - den Kommenden zur Mahnung."
Kameradschaftsbund Bezau gedachte aller Opfer von Krieg und Gewalt
Würdiges Totengedenken am Nationalfeiertag mit Fahnenabordnungen und der Bevölkerung














