„Ein starkes Bundesheer beginnt mit gut ausgebildeten Menschen. Wer Verantwortung für unsere Sicherheit übernimmt, muss dafür die besten Voraussetzungen haben“, betonte Landeshauptmann Markus Wallner am 23. Oktober 2026 bei der Angelobung von 166 Soldaten aus Vorarlberg und Tirol, darunter sieben Frauen, auf dem Sportplatz in Meiningen im Beisein von Diözesanbischof Dr. Benno Elbs, Landesstatthalter Christof Bitschi, Landesrat Christian Gantner und Sicherheitslandesrat Markus Klien sowie zahlreichen Fahnenabordnungen des Vorarlberger Landeskameradschaftsbundes, des Vorarlberger Traditionsschützenregiments und der Ortsvereine.
Die aktuellen weltpolitischen Entwicklungen machten deutlich, wie wichtig eigene Stärke und Handlungsfähigkeit seien, so Militärkommandant Bgdr Georg Dialer und Landeshauptmann Wallner: „Die Verantwortung für unsere Sicherheit können wir nicht outsourcen. Wir müssen unseren eigenen Fähigkeiten mehr zutrauen und sie stärken.“ Das gelte für Europa ebenso wie für Österreich und Vorarlberg. Auch Angriffe im digitalen Raum stellten steigende Anforderungen an die Landesverteidigung. Moderne Ausrüstung und Infrastruktur müssten deshalb mit fundierter Ausbildung einhergehen: „Entscheidend sind Menschen, die wissen, was im Ernstfall zu tun ist.“
Daran knüpfe auch die Wehrdienstreform an. Als Landeshauptmann und Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz setze er sich für einen raschen Beschluss der Reform ein, betonte Wallner. Der zur Begutachtung vorliegende Entwurf sehe eine stärkere Miliz, bessere Ausbildung, höhere finanzielle Anerkennung und mehr Planbarkeit vor. „Die Reform muss die Einsatzfähigkeit stärken und die Anforderungen der Länder beim Katastrophenschutz und bei Assistenzeinsätzen berücksichtigen“, so Wallner. Zugleich brauche es ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wehr- und Zivildienst.
Wie unmittelbar die Ausbildung beim Bundesheer der Bevölkerung zugutekommt, zeigt das Hochgebirgs-Jägerbataillon (JgB) 23: Seine Soldaten stellen im Winter den Lawineneinsatzzug für Vorarlberg und Tirol. „Vorarlberg braucht das Bundesheer. Im Ernstfall müssen sich Soldatinnen und Soldaten, Gemeinden, Feuerwehren und Rettungsorganisationen aufeinander verlassen können“, unterstrich Wallner.
Den Soldaten wünschte der Landeshauptmann alles Gute für ihre Ausbildungszeit. Sein Dank galt auch den Ausbildungsverantwortlichen, Familien und Mitwirkenden.
Eine Leistungsschau des Hochgebirgs-Jägerbataillons 23 und die Übergabe von Sitzbänken der illwerke vkw an das JgB 23 als Partnerorganisation begleitete die Veranstaltung.
Den Abschluss bildete der Große Österreichische Zapfenstreich der Militärmusik Vorarlberg unter Leitung von Militärkapellmeister Obstlt Wolfram Öller, welcher unter großem Beifall der Bevölkerung goutiert wurde.
















